"Live in Berlin"-Texte
mein haus
musik: uwe ducke
text: trixi gerecke
mein haus steht in flammen
kein ausgang in sicht
hab mich festgenagelt auf meinem egotrip
mein herz rast wie ein kugelblitz
an meiner seele vorbei
mein blut gerinnt, mein ich bricht entzwei
wo bist du hin, ich sehn mich nach dir
wo bist du hin, du warst doch in mir
wo bist du hin, ich schrei nach dir
wo bist du hin, du mein lebensgefühl
mein haus ist eingefallen
in die höllenglut
mein dasein verschwindet
in einem wirbelsturm
kein wort das mich erwachen lässt
ich hab die zeit verloren
die tiefe in mir
ist so schwarz wie der tod
wo bist du hin...
der salzwasserfluss schleicht die höhlen entlang
und findet immer wieder den notausgang
das tal wird überflutet
und an einem sonnentag
wirst du zurückkehr’n und ich nicht mehr frag
1001 nacht
musik: uwe ducke
text: beate oberlein
auf dem basar ist es so wunderbar
überall ein glitzern und funkeln
abenteurer im kerzenschein
die aus hungrigen augen feuer spein
heiße blicke die anvisiern
heiße blicke, die hypnotisiern
tausend und eine nacht
ich spür die magie entfacht
auf dem basar ist es so sonderbar
ich seh’ nur deine augen funkeln
himmelssterne im mondenschein
laden mich auf ein abenteuer ein
kannst dich dem zauber nicht entziehn
willst dem zauber nicht entfliehn
tausend und eine nacht
ich spür die magie entfacht
ich frag nicht mehr
musik: uwe ducke
text: beate oberlein
hab mir tagelang mein hirn verrenkt
jeden gedanken seziert
wollte nichts übersehn und immer alles verstehn
durchschauen, was um mich herum passiert
hab mich verirrt im labyrinth
weil manche dinge nicht durchschaubar sind
ich frag nicht mehr
es ist wie es ist
hab mir nächtelang mein hirn verrenkt
jede empfindung seziert
fremde wunden gekühlt, all den schmerz mit gefühlt
doch es blieb eiskalt um mich herum
keine hand hat sich gerührt
niemand, der mich hinaus an’s licht geführt
ich frag nicht mehr...
hab die längste zeit mein hirn verrenkt
jedes wort seziert
hab die vergangenheit durchhetzt
die zukunft hat mich verführt
jetzt will ich mich nicht mehr verliern
werde licht und schatten akzeptiern
ich frag nicht mehr...
ein lied
musik: uwe ducke
text: trixi gerecke
der fluss ist so breit
ich werde ertrinken
der weg ist so schmal
ich werde erdrückt
der wind ist so stürmisch
mein blick wird getrübt
jeder schritt ist so schwer
bin innerlich leer
doch dann sing ich mir ein lied
spür, dass es mich gibt
es brodelt in mir ein vulkan
entspringe dem tiefen ozean
die zeit ist so laut
ich werde versinken
gedanken sind versalzen
bin farbenleer
die stimmen sind so schlau
ich werde beraubt
die seele ist tief vergraben
unter’m nassen laub
doch dann sing ich mir...
es ist zeit
musik: uwe ducke
text: beate oberlein
wir habn unsren sinnen kaum getraut
staunend erlebt
unglaublich tief gefühlt
zwei seelen, gefunden
viel tiefer als nur haut an haut
wir haben die zeichen nicht erkannt
krieg und frieden
ewiges auf und ab
zwei seelen in flammen
habn uns an unsrer haut verbrannt
es ist zeit für mich zu gehn
es ist zeit, nicht mehr zurück
nur noch nach vorn zu sehn
es ist zeit für mich zu gehn
die schönen worte im rausch der lust
welch illusion
ich frag dich wer ich bin
zwei seelen, ertrunken
mein atem drückt auf deiner brust
es ist zeit für mich zu gehn...
euch zu gefallen
musik: uwe ducke
text: beate oberlein
meine augen sind müde
soll ich trotzdem weiter tun, als ob ich nicht seh
meine füße sind lahm
soll ich trotzdem weiter auf der stelle gehn
meine zunge ist gespalten
soll ich trotzdem weiter wahre lügen heuln
um euch zu gefallen
meine hände sind eisig
soll ich weiter tun, als ob mein atem sie wärmt
meine stimme klingt fremd
soll ich trotzdem tun, als wär sie mir vertraut
mein herz schlägt vergessen
doch ich halts nicht länger aus
euch zu gefallen
so tun, um euch zu gefallen
titel 04 (schlohweißer tag) komp.: silly, text: karma
titel 08 (neider) komp.: hassbecker/barton/danz, text: danz
titel 09 (gras) komp./text: gerhard gundermann, verlag buschfunk
titel 10 (so’ne kleine frau) komp.: silly, text: karma
titel 05 (
das paar), 06, 14 (
ladykiller),
15 aus dem album “lebenstrip”, 2006
titel 08 (
seelenfänger) aus der ep “seelenfänger”,
1995
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